[20.01.2007] "Endlich mal wieder ein Ausflug. Spontan entschliesse ich mich mit der Elektritchka zum Ladogasee zu fahren. Obwohl das Wetter grau ist erhoffe ich mir einen kleinen schönen Ausflug mit dem Rad ins Grüne/Graue. An der Station 'Ladogasee' stelle ich mit Erstaunen fest, dass sie genau an dem Ort liegt, wo während der Blokade Petersburgs im 2. Weltkrieg der einzigste Kontakt mit der russischen Welt bestand. Über das Eis des Ladogasees wurden hier Güter geschafft um die Bevölkerung zu versorgen. Etliche Hafenanlagen wurden geschaffen um im Sommer ebenfalls mit Schiffen die Versorgung der Stadt aufrecht zu erhalten.
Weiter ging es entlang des Ladogasees - der stürmisch brausend - Richtung Schlisselburg. Durch das Schneegestöber war das Radfahren nur bedingt angenehm. In Schlisselburg wurde ich dann aber doch noch für die "Strapatzen" belohnt. Die Festung Schlisselburg, welche auf einer kleinen Insel in der Mündung des Ladogasees in die Neva liegt. Hübsch anzusehen, auch wenn die Burg selber einen ziemlich verfallenen Eindruck macht. Weiterhin besuchte ich das örtliche Museum zur Blokade im Bahnhof. Klein aber fein hat es mir eine Vorstellung gegeben, welche Funktion die Eisenbahn während der Blokade als Lebensader hatte."