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Als eine Art Tradition kann man nun mittlerweile unsere Silvesterfahrten nach Skandinavien mit dem Freundeskreis bezeichnen. Diesmal hatte ich über eine schwedische Bauernzeitung eine Hütte (siehe Bild) im Gebirge ganz nah zur Grenze mit Norwegen gefunden. 8 Personen reisten mit zwei Autos nach Grövelsjön / Idre / Mittelschweden. Schon die Fahrt in "nur" 20 Stunden dorthin war ein Abenteuer für sich. Spiegelglatte Straßen und ein Temperaturunterschied von 5°C in Dresden und -28°C in Grövelsjön machten uns gut zu schaffen.
Angekommen in Grövelsjön wurden wir überrascht mit unserer Hütte - haben wir doch preismäßig eher Kleinwagen bezahlt, aber echte Oberklasse bekommen! In dieser Hütte gab es einfach alles und ganz zu meiner Freude auch noch die Besitzerin nicht weit um mein Schwedisch wieder etwas zu reaktivieren. Der Ort (angeblich Touristenort, aber die Touristen waren irgendwie aus) liegt auf 650 m Höhe und schon 150 m höher ist man an der Baumgrenze. Schnee war auf jeden Fall reichlich vorhanden wie ebenfalls Loipen überall anzutreffen waren. Für die Freunde der Abfahrtskier gab es in der Umgebung ebenfalls noch ein paar Hänge.
Die nächsten Tage schnallten wir uns unsere Langläufer an und rutschten im Gelände herum. Dabei wurden von uns richtige Berge erklommen aber auch etliche Touren durch den Wald unternommen. Abends lag dann die versammelte Bande zumeist auf der riesigen Couch oder lehnte sich an den Kamin, den wir natürlich täglich ordentlich anfeuerten. Gewöhnungsbedürftig war nur der kurze Tag mit Helligkeit. Aufstehen mussten wir daher immer in der Dunkelheit um dann die wenigen Stunden bis zur Finsternis auch draußen in der Natur auf der Piste auszunutzen.
Silvester aber blieben wir eher zu Hause, bereiteten das Festmahl vor und spielten gemeinsam. Draußen vor der Hütte bauten wir eine Eisrutsche, auf der wir wie die Verrückten auf dem Hosenboden herunterrutschten. Abends gingen wir gemeinsam zur Andacht in der Kapelle von Grövelsjön. Überraschend war dabei die völlig überfüllte Kapelle, so das Jenja und ich die ganze Andacht über stehen mußten. Silvester selber vollzogen wir dann ganz ohne Knaller, nur mit ein paar wenigen Raketen der Nachbarn - immer wieder ein guter Grund in Schweden Silvester zu feiern.
Neujahr folgte dann für uns gleich das nächste Fest - Geburtstag von Maxie. Schwamm hatte natürlich wieder etliches vorbereitet für seine Gutste. Für alle zusammen gabe es nach dem ausschlafen ersteinmal ein richtig feudales Frühstück. Die Zeit bis zum Ende der 1 1/2 Wochen in Schweden ging wie immer dann sehr sehr schnell vorbei. Für Abwechslung konnte ich noch sorgen durch einen folgenreichen Sturz bei einer leichten Skitour in Norwegen. Wie ich im nachhinein beim Orthopäden feststellen konnte, habe ich mir dabei das hinter Kreuzband und den Miniskus etwas angerissen. Es war so schmerzvoll, dass wir sogar Hilfe mit einem Scooter, der mich aus dem Wald herausfuhr, holen mußten. Begeistert waren auf jeden Fall alle von der wunderhübschen norwegischen Krankenschwester...
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Die Lage von Groevelsjoen an der Grenze zu Norwegen |
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Die Kapelle in Groevelsjoen |
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